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Konzertecho Teil I. (2005 - 2008)

Verdi-Konzert - Messa da Requiem

Foto: Adriaan Brooren




Hörprobe:


Hier eine kleine Hörprobe:

August Gottfried Ritter - Sonate Nr. 1 d-Moll - Andante

CD: Die Wilhelm-Sauer-Orgel in der Ev. Hauptkirche Rheydt (1902)
KMD Udo Witt spielt Werke von Bach, Mendelssohn, Reger, Ritter, Karg-Elert und Mauersberger

Audiophile Recording Juni 2013: Dipl. Phis. K.H. Lorenz-Kierakiewitz





Weihnachtsoratorium Teile I. - VI. von J.S. Bach

Kantorei Rheydt

Konzert vom 29.11.2008 - Weihnachtsoratorium (Foto: Ulrike Schönert)


Weihnachtsoratorium Teile I. - VI. von J.S. Bach am 29.11.2008 Hauptkirche Rheydt

Rheinische Post vom 1.12.2008

Mit Bach in den Advent

"...(von Armin Kaumanns) ...zum guten Ton einer Stadt gehört es, in der Adventzeit Bachs Weihnachtsoratorium aufzuführen. Immer wieder haben auch in Mönchengladbach sich die guten unter den Kirchenchören mit diesem Werk befasst. Sie haben die wöchentliche Probenzeit mit „Jauchzet, frohlocket!" oder „Herrscher des Himmels" verbracht, Figurationen und Einsätze gepaukt und das Ergebnis kurz vor Weihnachten in fast immer vollen Kirchen aufgeführt. Dass das in Zukunft so bleibt, ist keineswegs gewiss: Mit den Kirchengemeinden verringert sich die Zahl der Chöre, das gemeindliche Geld für Solisten und Orchestermusiker sitzt nicht mehr so locker.


Der verdiente Udo Witt mit seiner Kantorei der Evangelischen Hauptkirche Rheydt hatte diesmal gleich alle sechs Kantaten auf dem Programm. Er wählte die „Wiederentdeckungsfassung" von 1857. Der Hörer kriegt bei diesem Kompendium vor allem die „Story" der Weihnachtsgeschichte mit. Der Chor hat viel zu tun, die Solisten weniger. Fast alle Arien sind gestrichen, allenfalls der Evangelist ist im Dauereinsatz. Aber es reicht, einen Eindruck von der Pracht und dem Farbenreichtum der Bachschen Musik zu bekommen. Die Aufführung in der vollbesetzten Hauptkirche wurde diesem Anspruch gerecht. Die Kantorei war ordentlich vorbereitet, der Sopran fand sich effektvoll unterstützt vom Knabenchor der Musikschule. Dynamische Tiefenschärfe, brillante Intonation, prägnante Phrasierung waren bei dieser Interpretation des Weihnachtsoratoriums eher nicht Kennzeichen der Chorwirkung. Eher schon verlässliches, engagiertes Musizieren zum Wohle des fulminanten Gesamteindrucks. In diesen Rahmen passten sich auch die Gesangssolisten ein. Sehr schön gefärbt der Evangelistentenor von Wolfgang Klose, dem man wünschte, er erreiche die herausragende Präsenz in der Gestaltung des Wortes, wie sie dem Bass Thomas Peter eigen ist - dessen Trompetenarie geriet wahrhaft prächtig.


Klein aber fein die Stimme der Mezzosopranistin Kristine Larissa Funkhauser, die die tiefen Register der Altarien missen ließ, jedoch wunderbar musizieren kann, herausragend im Zusammenspiel mit der Solo-Violine von Johanna Brinkmann in „Schließe, mein Herze". Anja Kaftan führte ihren kühl leuchtenden Sopran geschmeidig, hübsch die Echo-Arie, zu der zwei Knaben aus dem „Off ihre „Ja" und „Nein" sangen. Der Advent hat nun auch musikalisch begonnen."


"Ein deutsches Requiem"

Konzert Brahms Requiem

Foto: Ulrike Schönert


Johannes Brahms (1833 - 1897) - "Ein deutsches Requiem"
am Karfreitag, 21. März 2008 um 18.00 Uhr:

Rheinische Post, Dienstag, 25. März 2008: "Der Seligkeit nah"


"...(Armin Kaumanns).....wenn eine karfreitägliche Auseinandersetzung mit dem Thema Tod in jene von Blütenduft durchtränkten Klänge mündet, mit denen Johannes Brahms sein „Deutsches Requiem" versöhnlich hoffnungsvoll enden lässt, dann kann einem österlichen Glück kaum noch etwas im Wege stehen. Und wenn diese wunderbare Musik dann auch noch so ergreifend und mit so viel Können dargeboten wird, wie es der Kantorei der Hauptkirche unter ihrem Leiter Udo Witt gelang, dann kann man getrost ins Schwärmen geraten.



Einen ganz dicken Brocken der Chorliteratur stemmten die rund 70 Sängerinnen und Sänger mit hohem Engagement und einem Klangverständnis, das Zeugnis ablegt von stetig sich verbessernder Fähigkeit, aufeinander zu hören, sich in einen Gesamtklang einzubringen, miteinander zu musizieren. Udo Witt hat in den sechs Jahren, seit er das Kantorenamt an der Hauptkirche bekleidet, Verdienstvolles geleistet. Die Sänger danken es ihm aus vollen Kehlen, die Zuhörer mit entzückten Ohren....."



Kunst des leise Singens

"...die Kantorei, verstärkt durch Mitglieder des Kammerchors Dülken, stand ebenso dicht gedrängt auf Podesten wie die Musiker um Udo Witt herum saßen. Die Hauptkirche ist im Grunde zu klein für solche Veranstaltungen, immer sind die monumentalen Bänke im Weg, weil nicht entfernbar.... Witt wählte getragene Tempi, ließ das Orchester, das mit besten Kräften der Niederrheinischen Sinfoniker gespickt war, vollen Klang entfalten. Das hätte im Zusammenspiel mit den beiden Solisten ruhig etwas gedrosselter sein dürfen, auch der Chor beherrscht die Hohe Kunst des leise Singens nicht vollkommen. Aber Anja Maria Kaftan, deren junger Sopran eine erfreulich weibliche Rundung erfahren hat, und Michael Kupfer, der die Basspartie ein ums andere Mal in hohe Emotionalität führte, sind Profis genug, sich gegen instrumentale Übermacht durchzusetzen. Überhaupt genoss man die Lust aller Beteiligten, gemeinsam zu musizieren. Dies ist ein kostbares, weil rares Erlebnis....."


Oratorium "Paulus"

Ev. Hauptkirche Rheydt

Foto: Paul Sippel


Felix Mendelssohn Bartholdy - Oratorium "Paulus"
am 1. Dezember 2007 um 19.30 Uhr:

Rheinische Post vom 3. Dezember 2007: "Paulus mit Lichterlebnis"


"...(Gert Holtmeyer).....Zu den bedeutendsten Vokalkompositionen Mendelssohns gehören die beiden Oratorien „Paulus" und „Elias". Zum Auftakt des ersten Adventssonntags war in der voll besetzten evangelischen Hauptkirche Rheydt eine beeindruckende Aufführung des „Paulus" zu hören. Der "Bach-Verehrer" Mendelssohn Bartholdy greift einerseits bewusst auf Strukturelemente Bachs und auch Händels zurück, findet andererseits einen ganz persönlichen Stil. Die vielschichtige musikalische Ausdruckspalette wurde vom Leiter Udo Witt differenziert herausgearbeitet. Der hervorragend einstudierte stark besetzte Chor überzeugte sowohl in den kraftvoll-triumphalen wie in den lyrischen Partien. Mit Ruhe und Intensität trug er die Choräle vor. Dramatisch gelangen die Partien, in denen sich Volkes Zorn artikuliert, wie „Weg mit dem" oder „Steiniget ihn". Präzise kamen die Einsätze, temperamentvoll und engagiert waren die Chormitglieder bei der Sache. Das Orchester der Hauptkirchenkonzerte (Konzertmeister: Mihalj Kekenj) trug wesentlich zum kultivierten romantischen Gesamtklang bei. Sehr schön klang es in der vom Komponisten häufig eingesetzten Kombination von tiefen Streichern und tiefen Bläsern, schwungvoll mit Pauken und Trompeten gefiel das Orchester im Porte. Transparent wurde das Lichterlebnis des Paulus gestaltet.


Solisten mit strahlender Höhe

Sehr gut und ausgewogen war das Solisten-Trio besetzt. Mit Dara Hobbs (Sopran), Jörg Nitschke (Tenor) und Michael Kupfer (Bass) waren souveräne Solisten gekommen. Alle drei verfügen über durchsetzungsfähige Stimmen, eine strahlende Höhe ist sowohl Dara Hobbs als auch Jörg Nitschke eigen. In Duetten hörte man gut aufeinander, auch das Zusammenwirken mit den beiden Chorsolisten Petra Kremers (Alt) und Stephan Dedring (Bass) verlief problemlos. Erwähnenswert ist das mit großer tonlicher und musikalischer Qualität gespielte Cello-Solo in der Tenor-Kavatine „Sei getreu bis in den Tod." Die Gesamtleitung war beim konzentriert und umsichtig agierenden Udo Witt bestens aufgehoben. Das begeisterte Publikum dankte mit langem und herzlichem Beifall. Wer die Kirchenmusik an der Hauptkirche kennt weiß, dass sich hier keiner auf Lorbeeren ausruht; nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Am Karfreitag (21. März) steht das Deutsche Requiem von Brahms auf dem Programm - ein weiteres bedeutendes Werk der Romantik..."



Matthäus-Passion

Matthäus-Passion

Foto: Willi Jennes


Johann Sebastian Bach - Matthäus-Passion
am Karfreitag, 06. April 2007 um 20.00 Uhr:

Rheinische Post vom 10. April 2007: "Mit Passion bei der Passion"

Zwei Orchester, drei Chöre und ein Leiter: Die Musiker begeisterten unter Dirigent Udo Witt ihr Publikum mit der dreistündigen Aufführung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion in der Ev. Hauptkirche Rheydt.


(Gert Holtmeyer) ".....Auch diese Aufführung in der bis auf den letzten Platz besetzten Rheydter Evangelischen Hauptkirche war ein voller Erfolg....Die beiden Erwachsenen-Chöre, die Kantorei der Hauptkirche Rheydt und der Niederrheinische Kammerchor Viersen-Dülken waren von Udo Witt glänzend einstudiert. Es gelang eine untadelige Wiedergabe der Turba- (Volksmassen-) Chöre.....Besonders eindringlich gelang im Duett mit der hervorragenden Konzertmeisterin Johanna Brinkmann die Arie "Erbarme dich". Die zweite Konzertmeisterin Gabriele Sassenscheidt und Bass Thomas Peter glänzten in der mitreißenden Arie "Gebt mir meinen Jesus wieder". Jörg Nitschke war mit seinem in den Höhen strahlkräftigen Tenor ein sicherer Evangelist, der dramatische Akzente setzte......"


Johannes-Passion

Kantorei der Ev. Hauptkirche Rheydt

Konzert Johannes-Passion - Foto: Privat


Johann Sebastian Bach - Johannes-Passion
am Karfreitag, 25. März 2005 um 20.00 Uhr:

Westdeutsche Zeitung: "MACHT MIR DEN HIMMEL AUF"

-Bachs Johannes-Passion am Karfreitag in der Hauptkirche-

"...(ark)... Kirchengemeinden, steckt Euer Geld in die Musik! Und Ihr habt die Kirchen voll, erreicht offene Ohren mit vielleicht der eindringlichsten Weise, Bibelwort unter die Menschen zu bringen. Kantor Udo Witt und seine Kantorei der Hauptkirche Rheydt haben am Karfreitag beredtes und sinnfälliges Beispiel gegeben, wie so etwas funktionieren kann. Die richtige Musik zur rechten Zeit am angemessenen Ort, dazu exzellent musiziert vom wirklich guten Chor und sehr guten Solisten und Instrumentalisten - so wird man noch lange der Aufführung dieser Bach´schen Johannes-Passion gedenken. Udo Witt gestaltet Zusammenhang. Wie aus einem Guss erscheint die vielgestaltige Reihe der Rezitative, Chöre, Choräle und Arien, die auf die Worte des Evangelisten Johannes die Passion Christi zum Gegenstand der Erzählung und innerlichen Betrachtung hat. Als eine Art Gesamtkunstwerk erscheint im Rückblick diese Interpretation, die mit großer Stringenz vom Garten Gethsemane nach Golgatha leitet und in die christliche Hoffnung des Osterfestes mündet: "Macht mir den Himmel auf".

Bruchlos gestaltete die Continuo-Gruppe die Übergänge, nicht zuletzt dank des außerordentlichen Evangelisten Wolfgang Klose, der seinen Tenor strahlend in den Dienst des Wortes stellte. Wie selbstverständlich seine Harmonie mit Stefan Heidemann, der mit seinem profunden Bass die Christusworte intonierte.....Anja Maria Kaftan entwickelte einen immer kostbaren Sopran, Uta Christina Georg überzeugte trotz der für sie ungewohnten Alt-Lage und Thoma Peter gab den Bass-Arien einen hohen Willen zum Ausdruck mit. Für seine Verhältnisse aber geradezu großartig bewältigte der Chor die anspruchsvolle Partie. Zu Beginn noch verhalten, steigerte er sich zu wahren Höchstleistungen..."



Rheinische Post: "JOHANNES PASSION IN NUR 110 MINUTEN"

-Heide Oehmen-

Nur eine Stunde und fünfzig Minuten für Johann Sebastian Bachs gesamte Johannes-Passion - kann das eine gültige und ergreifende Wiedergabe sein? Die über 600 Besucher, die am Abend des Karfreitags die evangelische Hauptkirche Rheydt füllten, dürften diese Frage bejaht haben. Kantor Udo Witt hetzte keineswegs durch das spannungsgeladene Werk, doch um der Dramatik willen ließ er stringent musizieren, schärfte die Kontraste und duldete keine Pausen. Schon vom beeindruckende Glaubenszuversicht ausstrahlenden Eingangschor an erlebten die Zuhörer den trotz seines Leidensweges siegesgewissen Christus, der unbeirrt seiner Erlösungstat entgegengeht.

Die groß besetzte "Kantorei der Evangelischen Hauptkirche" hatte den theologischen Hintergrund und die interpretatorischen Vorgaben ihres Leiters spürbar verinnerlicht. Abgesehen von kleinen Trübungen im "Herr unser Herrscher" gestaltete sie die Turbae (=Volks-Chöre) mit soviel energischem Zugriff wie sie die abwechslungsreich geformten Choräle zu willkommenen Ruhepunkten werden ließ. Wunderschön der Gegensatz zwischen dem kontemplativ gelungenen Grabgesang "Ruhet wohl" und dem strahlkräftigen, jubelnden Schlusschoral......Anja Maria Kaftan und Uta Christina Georg machten mit substanzreichem, funkelndem und schwerelosem Sopran, beziehungsweise einem Alt von üppiger, doch weicher Stimmfülle und wissender Gestaltung ihre Vorträge zum Ereignis.

Das Gleiche gilt für Thomas Peter, dessen klar zeichnender, makellos strömender Bass in den Petrus- und Pilatusworten ebenso überzeugte wie in den Arien. Stefan Heidemanns Achtung gebietendes Basspotential erschien - bei teils wenig prägnanter Diktion - fast zu mächtig für die Christusworte. Eine Entdeckung ist der an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf studierende Tenor Wolfgang Klose (Evangelist und Arien). Wenn er auch den ariosen Teilen noch einiges schuldig blieb, so zeichnen ihn schon jetzt plastische Deklamation, ein lyrisch-kerniges Timbre und vorbildliche Durchdringung seines Parts aus.






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